8-919: Komplexe Akutschmerzbehandlung

Endständiger Kode des OPS 2026Nur einmal pro stationärem AufenthaltKapitel 8: Nicht operative therapeutische Maßnahmen

Amtlicher Text des OPS 2026

Hinweis

  • Dieser Kode umfasst die Einleitung, Durchführung und Überwachung einer speziellen Schmerztherapie oder Symptomkontrolle bei Patienten mit schweren akuten Schmerzzuständen (z.B. nach Operationen, Unfällen oder schweren, exazerbierten Tumorschmerzen) mit einem der unter 8-910 bis 8-911 genannten Verfahren, mit kontinuierlichen Regionalanästhesieverfahren (z.B. Plexuskatheter) oder parenteraler oder sublingualer patientenkontrollierter Analgesie (PCA) durch spezielle Einrichtungen (z.B. Akutschmerzdienst) mit mindestens zweimaliger Visite pro Tag
  • Der Kode ist auch bei Tumorschmerzen anzuwenden, bei denen akute Schmerzexazerbationen oder Therapieresistenz von tumorbedingten oder tumorassoziierten Schmerzzuständen im Vordergrund des Krankheitsbildes stehen und den Einsatz spezieller schmerztherapeutischer Verfahren und Techniken erfordern
  • Die Anwendung dieses Kodes erfordert die Dokumentation von mindestens drei Aspekten der Effektivität der Therapie (Analgesie, Symptomintensität, Symptomkontrolle, Ermöglichung aktiver Therapie)
  • Der Kode ist nicht anwendbar bei Schmerztherapie nur am Operationstag

Bei 8-91, Schmerztherapie (gilt für alle Kodes darunter)

Hinweis

  • Ein Kode aus diesem Bereich ist jeweils nur einmal pro stationären Aufenthalt anzugeben

Was 8-919 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil des OPS

8-919 verschlüsselt die komplexe Akutschmerzbehandlung: Einleitung, Durchführung und Überwachung einer speziellen Schmerztherapie bei schweren akuten Schmerzen, etwa nach Operationen, Unfällen oder bei exazerbierten Tumorschmerzen. Verfahren sind zum Beispiel kontinuierliche Regionalanästhesie über einen Plexuskatheter oder patientenkontrollierte Analgesie (PCA).

Die Behandlung erfolgt durch eine spezielle Einrichtung wie einen Akutschmerzdienst mit mindestens zwei Visiten pro Tag.

Hinweise zur Kodierung

8-919 ist endständig und nur einmal pro stationärem Aufenthalt anzugeben. Zu dokumentieren sind mindestens drei Aspekte der Wirksamkeit: Analgesie, Symptomintensität, Symptomkontrolle oder Ermöglichung aktiver Therapie.

Für eine Schmerztherapie nur am Operationstag ist der Kode nicht anwendbar.

Benachbarte Kodes

Fragen zu 8-919

Was setzt OPS 8-919 voraus?

Eine spezielle Schmerztherapie bei schweren akuten Schmerzen durch eine Einrichtung wie einen Akutschmerzdienst, mit mindestens zwei Visiten täglich und dokumentierter Wirksamkeit in mindestens drei Aspekten.

Gilt 8-919 für die Schmerztherapie am OP-Tag?

Nein. Der OPS schließt eine Schmerztherapie nur am Operationstag ausdrücklich aus.

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OPS Version 2026, Systematisches Verzeichnis, gültig ab 1. Januar 2026.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).