F41.2: Angst und depressive Störung, gemischt
Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026
Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026
Beschreibung
Diese Kategorie soll bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und Depression Verwendung finden, jedoch nur, wenn keine der beiden Störungen eindeutig vorherrscht und keine für sich genommen eine eigenständige Diagnose rechtfertigt. Treten ängstliche und depressive Symptome in so starker Ausprägung auf, dass sie einzelne Diagnosen rechtfertigen, sollen beide Diagnosen gestellt und auf diese Kategorie verzichtet werden.
Inklusive
- Ängstliche Depression (leicht oder nicht anhaltend)
Bei F41, Andere Angststörungen (gilt für alle Kodes darunter)
Beschreibung
- Bei diesen Störungen stellen Manifestationen der Angst die Hauptsymptome dar, ohne auf eine bestimmte Umgebungssituation bezogen zu sein. Depressive und Zwangssymptome, sogar einige Elemente phobischer Angst können vorhanden sein, vorausgesetzt, sie sind eindeutig sekundär oder weniger ausgeprägt.
Was F41.2 umfasst
Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM
F41.2 ist für Fälle gedacht, in denen Angst und Depression gleichzeitig bestehen, aber keine der beiden eindeutig vorherrscht und keine für sich allein eine eigene Diagnose rechtfertigt. Als Inklusivum nennt die ICD-10-GM die ängstliche Depression, leicht oder nicht anhaltend. Der Kode ist in Hausarztpraxen und psychotherapeutischen Praxen verbreitet.
Sind Angst und depressive Symptome so ausgeprägt, dass jede für sich eine Diagnose trägt, verlangt der Hinweistext zwei getrennte Diagnosen statt F41.2, etwa F41.1 und F32.1. Eine anhaltende ängstliche Depression gehört zur Dysthymia F34.1.
Hinweise zur Kodierung
F41.2 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt das Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu.
Häufigster Fehler ist die Verwendung von F41.2 bei ausgeprägten Symptomen. Dann sind laut ICD-10-GM beide Störungen einzeln zu kodieren und auf F41.2 zu verzichten.
Verwandte Kodes unter F41
Fragen zu F41.2
Was bedeutet F41.2?
F41.2 steht für Angst und depressive Störung, gemischt: Angst und Depression bestehen nebeneinander, ohne dass eine von beiden überwiegt oder für sich allein eine eigene Diagnose rechtfertigt.
Wann kodiert man F41.2 und wann zwei Diagnosen?
F41.2 passt nur, wenn weder die Angst noch die Depression allein eine eigene Diagnose rechtfertigt. Sind beide stark genug ausgeprägt, werden sie getrennt kodiert, zum Beispiel als Angststörung und depressive Episode.