F41.1: Generalisierte Angststörung

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Beschreibung

Die Angst ist generalisiert und anhaltend. Sie ist nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt, oder auch nur besonders betont in solchen Situationen, sie ist vielmehr "frei flottierend". Die wesentlichen Symptome sind variabel, Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Benommenheit, Herzklopfen, Schwindelgefühle oder Oberbauchbeschwerden gehören zu diesem Bild. Häufig wird die Befürchtung geäußert, der Patient selbst oder ein Angehöriger könnten demnächst erkranken oder einen Unfall haben.

Inklusive

  • Angstneurose
  • Angstreaktion
  • Angstzustand

Exklusive

  • Neurasthenie (F48.0)

Bei F41, Andere Angststörungen (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Bei diesen Störungen stellen Manifestationen der Angst die Hauptsymptome dar, ohne auf eine bestimmte Umgebungssituation bezogen zu sein. Depressive und Zwangssymptome, sogar einige Elemente phobischer Angst können vorhanden sein, vorausgesetzt, sie sind eindeutig sekundär oder weniger ausgeprägt.

Was F41.1 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F41.1 ist der Kode für die generalisierte Angststörung. Die Angst ist anhaltend und nicht an bestimmte Situationen gebunden, der Hinweistext nennt sie „frei flottierend“. Typische Beschwerden sind ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Herzklopfen, Schwindel oder Oberbauchbeschwerden, oft mit der Sorge, man selbst oder ein Angehöriger könnte erkranken. Angstneurose, Angstreaktion und Angstzustand gehören hierher.

Die Panikstörung F41.0 verläuft dagegen in Attacken. Bestehen Angst und Depression nebeneinander, ohne dass eine überwiegt, kommt F41.2 in Frage. Die Neurasthenie ist ausdrücklich ausgeschlossen (F48.0). Der Kode ist in Hausarztpraxen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Praxen häufig.

Hinweise zur Kodierung

F41.1 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung wird ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit angegeben.

Depressive Symptome oder Zwangssymptome schließen F41.1 nicht aus, solange sie nach der Definition der Kategorie F41 eindeutig sekundär oder weniger ausgeprägt sind. Rechtfertigen sie eine eigene Diagnose, werden sie zusätzlich kodiert.

Verwandte Kodes unter F41

Fragen zu F41.1

Was bedeutet F41.1?

F41.1 steht in der ICD-10-GM für die generalisierte Angststörung: eine anhaltende, nicht an bestimmte Situationen gebundene Angst mit körperlichen Begleitbeschwerden und ständiger Sorge.

Was ist der Unterschied zwischen F41.0 und F41.1?

F41.0, die Panikstörung, ist durch plötzliche, wiederkehrende Angstattacken gekennzeichnet. Bei F41.1 ist die Angst dauerhaft vorhanden, ohne einzelne Attacken im Vordergrund.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).