F60.31: Borderline-Typ

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Bei F60.3, Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.

Exklusive

  • Dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2)

Was F60.31 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F60.31 ist der Kode für die emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ. Die übergeordnete Kategorie F60.3 beschreibt eine Neigung, Impulse ohne Rücksicht auf Folgen auszuagieren, mit launenhafter Stimmung. Beim Borderline-Typ kommen nach dem Hinweistext Störungen des Selbstbildes, ein chronisches Gefühl von Leere, intensive, aber unbeständige Beziehungen und selbstdestruktives Verhalten hinzu.

Der einzige Nachbarkode ist F60.30, der impulsive Typ, bei dem emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle im Vordergrund stehen. Die dissoziale Persönlichkeitsstörung ist ausgeschlossen und hat den Kode F60.2. F60.31 begegnet vor allem in psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxen.

Hinweise zur Kodierung

F60.31 ist endständig. Der Viersteller F60.3 allein ist nicht kodierbar; es muss F60.30 oder F60.31 gewählt werden. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt das Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu, bei noch laufender Diagnostik V, sonst G.

Verwandte Kodes unter F60.3

Fragen zu F60.31

Was bedeutet F60.31?

F60.31 ist der ICD-10-GM-Kode für die Borderline-Persönlichkeitsstörung, genauer die emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ.

Was ist der Unterschied zwischen F60.30 und F60.31?

Beide gehören zur emotional instabilen Persönlichkeitsstörung. F60.30, der impulsive Typ, ist vor allem durch emotionale Instabilität und fehlende Impulskontrolle gekennzeichnet. Beim Borderline-Typ F60.31 kommen zusätzlich Störungen des Selbstbildes, ein Gefühl innerer Leere, instabile Beziehungen und selbstdestruktives Verhalten hinzu.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).