F60.3: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

Nicht endständig: einen Kode darunter verwenden

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Beschreibung

Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.

Exklusive

  • Dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2)

Bei F60, Spezifische Persönlichkeitsstörungen (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Es handelt sich um schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens der betroffenen Person, die nicht direkt auf eine Hirnschädigung oder -krankheit oder auf eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen sind. Sie erfassen verschiedene Persönlichkeitsbereiche und gehen beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.

Was F60.3 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F60.3 ist die Kategorie für die emotional instabile Persönlichkeitsstörung: eine deutliche Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Die ICD-10-GM unterscheidet zwei Erscheinungsformen, den impulsiven Typ F60.30 und den Borderline-Typ F60.31. Der Kode begegnet vor allem in psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxen.

Beim Borderline-Typ kommen Störungen des Selbstbildes, ein chronisches Gefühl von Leere, unbeständige Beziehungen und selbstdestruktives Verhalten hinzu. Die dissoziale Persönlichkeitsstörung ist bei F60.3 ausgeschlossen und hat den Kode F60.2.

Hinweise zur Kodierung

F60.3 ist nicht endständig und kann so nicht kodiert werden. Es muss F60.30 (impulsiver Typ) oder F60.31 (Borderline-Typ) gewählt werden. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu.

Kodes unter F60.3

Verwandte Kodes unter F60

Fragen zu F60.3

Was bedeutet F60.3?

F60.3 steht für die emotional instabile Persönlichkeitsstörung. Kodiert wird sie mit einem der Unterkodes: F60.30 für den impulsiven Typ, F60.31 für den Borderline-Typ.

Ist F60.3 die Borderline-Störung?

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine der beiden Formen von F60.3 und hat den eigenen Kode F60.31. Die andere Form ist der impulsive Typ F60.30.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).