F45.9: Somatoforme Störung, nicht näher bezeichnet

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Inklusive

  • Psychosomatische Störung o.n.A.

Bei F45, Somatoforme Störungen (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Das Charakteristikum ist die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome nicht körperlich begründbar sind. Wenn somatische Störungen vorhanden sind, erklären sie nicht die Art und das Ausmaß der Symptome, das Leiden und die innerliche Beteiligung des Patienten.

Exklusive

  • Ausreißen der Haare (F98.4-)
  • Daumenlutschen (F98.88)
  • Dissoziative Störungen (F44.-)
  • Lallen (F80.0)
  • Lispeln (F80.8)
  • Nägelkauen (F98.88)
  • Psychologische oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Störungen und Krankheiten (F54)
  • Sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit (F52.-)
  • Ticstörungen (im Kindes- und Jugendalter) (F95.-)
  • Tourette-Syndrom (F95.2)
  • Trichotillomanie (F63.3)

Kodierhinweis

  • Für die Anwendung der Schlüsselnummer F45.41 sind die vorgenannten Kriterien nicht heranzuziehen. Für die Anwendung dieser Kategorie gelten die im Hinweistext der Schlüsselnummer aufgeführten Kriterien.

Was F45.9 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F45.9 ist die Restkategorie für somatoforme Störungen ohne nähere Angabe. Die ICD-10-GM ordnet hier die psychosomatische Störung o.n.A. ein. Kennzeichen der Gruppe F45 sind wiederholt vorgebrachte körperliche Beschwerden mit dem Wunsch nach Untersuchungen, obwohl sich keine ausreichende körperliche Erklärung findet. Der Kode begegnet häufig in Hausarztpraxen.

Spezifischer sind F45.0 Somatisierungsstörung, F45.1 undifferenzierte Somatisierungsstörung, F45.2 hypochondrische Störung, F45.3- somatoforme autonome Funktionsstörung und F45.4- anhaltende Schmerzstörung. Psychische Faktoren bei einer anderenorts klassifizierten körperlichen Krankheit sind ausgeschlossen und gehören zu F54.

Hinweise zur Kodierung

F45.9 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu.

Wenn die Beschwerden einem Organsystem zuzuordnen sind oder Schmerzen im Vordergrund stehen, lohnt der Blick auf F45.3- und F45.4-. Für diese Viersteller ist jeweils eine fünfte Stelle zu wählen.

Verwandte Kodes unter F45

Fragen zu F45.9

Was bedeutet F45.9?

F45.9 steht für eine somatoforme Störung, nicht näher bezeichnet: körperliche Beschwerden ohne ausreichende körperliche Ursache, die keiner spezifischen Unterform zugeordnet sind. Die ICD-10-GM nennt die psychosomatische Störung o.n.A. als Inklusivum.

Was ist der Unterschied zwischen F45.9 und F54?

F45.9 beschreibt Beschwerden, für die keine ausreichende körperliche Erklärung besteht. F54 gilt, wenn eine körperliche Krankheit vorliegt und psychische Faktoren oder Verhaltensfaktoren deren Verlauf beeinflussen.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).