F33.1: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026
Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026
Beschreibung
Eine Störung, die durch wiederholte depressive Episoden gekennzeichnet ist, wobei die gegenwärtige Episode mittelgradig ist (siehe F32.1), ohne Manie in der Anamnese.
Bei F33, Rezidivierende depressive Störung (gilt für alle Kodes darunter)
Beschreibung
- Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wiederholte depressive Episoden (F32.-) charakterisiert ist. In der Anamnese finden sich dabei keine unabhängigen Episoden mit gehobener Stimmung und vermehrtem Antrieb (Manie). Kurze Episoden von leicht gehobener Stimmung und Überaktivität (Hypomanie) können allerdings unmittelbar nach einer depressiven Episode, manchmal durch eine antidepressive Behandlung mitbedingt, aufgetreten sein. Die schwereren Formen der rezidivierenden depressiven Störung (F33.2 und .3) haben viel mit den früheren Konzepten der manisch-depressiven Krankheit, der Melancholie, der vitalen Depression und der endogenen Depression gemeinsam. Die erste Episode kann in jedem Alter zwischen Kindheit und Senium auftreten, der Beginn kann akut oder schleichend sein, die Dauer reicht von wenigen Wochen bis zu vielen Monaten. Das Risiko, dass ein Patient mit rezidivierender depressiver Störung eine manische Episode entwickelt, wird niemals vollständig aufgehoben, gleichgültig, wie viele depressive Episoden aufgetreten sind. Bei Auftreten einer manischen Episode ist die Diagnose in bipolare affektive Störung zu ändern (F31.-).
Inklusive
- Rezidivierende Episoden (F33.0 oder F33.1): depressive Reaktion
- Rezidivierende Episoden (F33.0 oder F33.1): psychogene Depression
- Rezidivierende Episoden (F33.0 oder F33.1): reaktive Depression
- Saisonale depressive Störung
Exklusive
- Rezidivierende kurze depressive Episoden (F38.1)
Was F33.1 umfasst
Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM
F33.1 beschreibt eine rezidivierende depressive Störung, bei der die aktuelle Episode mittelgradig ist. Rezidivierend heißt: Es gab schon frühere depressive Episoden, aber keine eigenständige manische Episode in der Vorgeschichte. Der Kode ist in psychotherapeutischen, psychiatrischen und hausärztlichen Praxen häufig zu finden.
Die Nachbarkodes unterscheiden sich durch die aktuelle Episode: F33.0 leicht, F33.2 schwer ohne und F33.3 schwer mit psychotischen Symptomen, F33.4 gegenwärtig remittiert. Rezidivierende kurze depressive Episoden sind von F33 ausgeschlossen und gehören zu F38.1. Tritt eine manische Episode auf, verlangt die ICD-10-GM einen Wechsel zur bipolaren affektiven Störung (F31.-).
Hinweise zur Kodierung
F33.1 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung wird die Diagnose mit einem Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit übermittelt, in der Regel G.
Klingt die Episode ab, ist nicht F33.1 mit dem Kennzeichen Z der richtige Weg: Für die remittierte Phase sieht die ICD-10-GM einen eigenen Kode vor, F33.4. Bei wechselndem Schweregrad wird der Kode der aktuellen Episode gewählt.
Verwandte Kodes unter F33
- F33.0 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode
- F33.2 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
- F33.3 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen
- F33.4 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert
- F33.8 Sonstige rezidivierende depressive Störungen
- F33.9 Rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet
Fragen zu F33.1
Was bedeutet F33.1?
F33.1 ist der ICD-10-GM-Kode für eine wiederkehrende Depression, bei der die gegenwärtige Episode mittelgradig ausgeprägt ist. Er setzt voraus, dass es bereits frühere depressive Episoden gab und keine Manie in der Vorgeschichte.
Wann kodiert man F33.1 statt F32.1?
F32.1 gilt für eine einzelne mittelgradige Episode. Sobald mindestens eine frühere depressive Episode bekannt ist, wird die Störung als rezidivierend eingeordnet und die aktuelle mittelgradige Episode mit F33.1 kodiert.