F84.5: Asperger-Syndrom

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Beschreibung

Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher. Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf.

Inklusive

  • Autistische Psychopathie
  • Schizoide Störung des Kindesalters

Bei F84, Tief greifende Entwicklungsstörungen (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Diese Gruppe von Störungen ist gekennzeichnet durch qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern und durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Diese qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal des betroffenen Kindes.

Kodierhinweis

  • Sollen alle begleitenden somatischen Zustandsbilder und eine Intelligenzminderung angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern zu benutzen.

Was F84.5 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F84.5 ist der Kode für das Asperger-Syndrom. Es teilt nach dem Hinweistext die qualitativen Auffälligkeiten der sozialen Interaktion und die eingeschränkten, sich wiederholenden Interessen mit dem Autismus, unterscheidet sich aber vor allem durch das Fehlen einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung und eines Rückstands der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die autistische Psychopathie gehört hierher.

Der frühkindliche Autismus ist F84.0, der atypische Autismus F84.1. Der Kode begegnet in kinder- und jugendpsychiatrischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxen; da die Auffälligkeiten laut ICD-10-GM bis ins Erwachsenenalter fortbestehen, auch bei Erwachsenen.

Hinweise zur Kodierung

F84.5 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu; während einer laufenden Diagnostik kommt V in Frage.

Die ICD-10-GM gibt zu F84 einen Kodierhinweis: Begleitende körperliche Zustandsbilder und eine Intelligenzminderung werden mit zusätzlichen Schlüsselnummern angegeben.

Verwandte Kodes unter F84

Fragen zu F84.5

Was bedeutet F84.5?

F84.5 ist der ICD-10-GM-Kode für das Asperger-Syndrom, eine tief greifende Entwicklungsstörung mit Auffälligkeiten in der sozialen Interaktion und eingeschränkten Interessen, aber ohne allgemeine Sprach- oder Entwicklungsverzögerung.

Was ist der Unterschied zwischen F84.0 und F84.5?

F84.0 steht für den frühkindlichen Autismus. Das Asperger-Syndrom F84.5 unterscheidet sich laut ICD-10-GM vor allem dadurch, dass Sprache und kognitive Entwicklung nicht verzögert sind.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).