F51.0: Nichtorganische Insomnie

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Beschreibung

Insomnie ist ein Zustandsbild mit einer ungenügenden Dauer und Qualität des Schlafes, das über einen beträchtlichen Zeitraum besteht und Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen einschließt. Insomnie ist ein häufiges Symptom vieler psychischer und somatischer Störungen und soll daher nur zusätzlich klassifiziert werden, wenn sie das klinische Bild beherrscht.

Exklusive

  • Insomnie (organisch) (G47.0)

Bei F51, Nichtorganische Schlafstörungen (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • In vielen Fällen ist eine Schlafstörung Symptom einer anderen psychischen oder körperlichen Krankheit. Ob eine Schlafstörung bei einem bestimmten Patienten ein eigenständiges Krankheitsbild oder einfach Merkmal einer anderen Krankheit (klassifiziert anderenorts in Kapitel V oder in anderen Kapiteln) ist, sollte auf der Basis des klinischen Erscheinungsbildes, des Verlaufs sowie aufgrund therapeutischer Erwägungen und Prioritäten zum Zeitpunkt der Konsultation entschieden werden. Wenn die Schlafstörung eine der Hauptbeschwerden darstellt und als eigenständiges Zustandsbild aufgefasst wird, dann soll diese Kodierung gemeinsam mit dazugehörenden Diagnosen verwendet werden, welche die Psychopathologie und Pathophysiologie des gegebenen Falles beschreiben. Diese Kategorie umfasst nur Schlafstörungen, bei denen emotionale Ursachen als primärer Faktor aufgefasst werden, und die nicht durch anderenorts klassifizierte körperliche Störungen verursacht werden.

Exklusive

  • Schlafstörungen (organisch) (G47.-)

Was F51.0 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F51.0 beschreibt die nichtorganische Insomnie: Schlaf von ungenügender Dauer und Qualität über einen beträchtlichen Zeitraum, mit Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder frühmorgendlichem Erwachen. Die Gruppe F51 umfasst nur Schlafstörungen, bei denen emotionale Ursachen als primärer Faktor gelten. Der Kode begegnet in Hausarztpraxen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Praxen.

Organisch bedingte Insomnie ist ausgeschlossen und gehört zu G47.0, Ein- und Durchschlafstörungen. Weitere nichtorganische Schlafstörungen sind etwa F51.1 Hypersomnie, F51.2 Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus und F51.5 Albträume.

Hinweise zur Kodierung

F51.0 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu.

Die ICD-10-GM gibt einen klaren Hinweis: Insomnie ist ein häufiges Symptom anderer psychischer und körperlicher Störungen und soll nur zusätzlich klassifiziert werden, wenn sie das klinische Bild beherrscht. Ist die Schlafstörung nur Symptom etwa einer Depression, reicht der Kode dieser Erkrankung.

Verwandte Kodes unter F51

Fragen zu F51.0

Was bedeutet F51.0?

F51.0 ist der ICD-10-GM-Kode für die nichtorganische Insomnie, also Ein- und Durchschlafstörungen, bei denen emotionale Ursachen im Vordergrund stehen.

Was ist der Unterschied zwischen F51.0 und G47.0?

F51.0 gilt für Schlafstörungen mit vorwiegend emotionaler Ursache. G47.0 wird verwendet, wenn die Ein- und Durchschlafstörung organisch bedingt ist; die ICD-10-GM schließt sie bei F51.0 ausdrücklich aus.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).