F34.1: Dysthymia

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Beschreibung

Hierbei handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung (F33.-) zu erfüllen.

Inklusive

  • Anhaltende ängstliche Depression
  • Depressiv: Neurose
  • Depressiv: Persönlichkeit(sstörung)
  • Neurotische Depression

Exklusive

  • Ängstliche Depression (leicht, aber nicht anhaltend) (F41.2)

Bei F34, Anhaltende affektive Störungen (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Hierbei handelt es sich um anhaltende und meist fluktuierende Stimmungsstörungen, bei denen die Mehrzahl der einzelnen Episoden nicht ausreichend schwer genug sind, um als hypomanische oder auch nur leichte depressive Episoden gelten zu können. Da sie jahrelang, manchmal den größeren Teil des Erwachsenenlebens, andauern, ziehen sie beträchtliches subjektives Leiden und Beeinträchtigungen nach sich. Gelegentlich können rezidivierende oder einzelne manische oder depressive Episoden eine anhaltende affektive Störung überlagern.

Was F34.1 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F34.1 beschreibt die Dysthymia, eine chronische depressive Verstimmung, die wenigstens mehrere Jahre andauert. Sie ist weder schwer noch in einzelnen Episoden anhaltend genug, um die Kriterien einer rezidivierenden depressiven Störung (F33.-) zu erfüllen. Die ICD-10-GM ordnet hier auch die neurotische Depression und die anhaltende ängstliche Depression ein.

Eine leichte, nicht anhaltende ängstliche Depression ist ausgeschlossen und gehört zu F41.2. Weitere Kodes der Gruppe F34 sind die Zyklothymia F34.0 sowie F34.8 und F34.9. Der Kode begegnet in psychotherapeutischen, psychiatrischen und hausärztlichen Praxen.

Hinweise zur Kodierung

F34.1 ist endständig. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu.

Nach dem Hinweis zu F34 können einzelne oder rezidivierende depressive Episoden eine anhaltende affektive Störung gelegentlich überlagern. In diesem Fall kommt die Episode aus F32 oder F33 als weitere Diagnose hinzu.

Verwandte Kodes unter F34

Fragen zu F34.1

Was bedeutet F34.1?

F34.1 ist der ICD-10-GM-Kode für die Dysthymia, eine über Jahre anhaltende, leichtere depressive Verstimmung.

Was ist der Unterschied zwischen F34.1 und F33.0?

F33.0 beschreibt eine rezidivierende depressive Störung mit abgegrenzten Episoden, aktuell leicht. F34.1 ist eine chronische Verstimmung, die die Kriterien einzelner depressiver Episoden nicht erfüllt, dafür aber über mehrere Jahre anhält.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).