F32.9: Depressive Episode, nicht näher bezeichnet

Endständiger Kode der ICD-10-GM 2026

Amtlicher Text der ICD-10-GM 2026

Inklusive

  • Depression o.n.A.
  • Depressive Störung o.n.A.

Bei F32, Depressive Episode (gilt für alle Kodes darunter)

Beschreibung

  • Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten "somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.

Inklusive

  • Einzelne Episoden von: depressiver Reaktion
  • Einzelne Episoden von: psychogener Depression
  • Einzelne Episoden von: reaktiver Depression (F32.0, F32.1, F32.2)

Exklusive

  • Anpassungsstörungen (F43.2)
  • depressive Episode in Verbindung mit Störungen des Sozialverhaltens (F91.-) (F92.0)
  • rezidivierende depressive Störung (F33.-)

Was F32.9 umfasst

Erläuterungen von CloudMedico, nicht Teil der ICD-10-GM

F32.9 ist der Kode für eine depressive Episode ohne Angabe des Schweregrades. Die ICD-10-GM ordnet hier Depression o.n.A. und depressive Störung o.n.A. ein. Der Kode taucht häufig in Hausarztpraxen auf, etwa wenn eine depressive Symptomatik noch nicht genauer eingeordnet ist.

Sobald der Schweregrad feststeht, gibt es spezifischere Kodes: F32.0 leicht, F32.1 mittelgradig, F32.2 schwer ohne und F32.3 schwer mit psychotischen Symptomen. Bei wiederkehrenden Episoden gehört die Diagnose zu F33, bei einer Anpassungsstörung zu F43.2.

Hinweise zur Kodierung

F32.9 ist endständig und damit kodierbar. In der vertragsärztlichen Versorgung kommt ein Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit hinzu.

Als nicht näher bezeichneter Kode sagt F32.9 wenig über das Ausmaß der Erkrankung aus. Wenn der Schweregrad dokumentiert ist, sollte der passende Kode F32.0 bis F32.3 gewählt werden.

Verwandte Kodes unter F32

Fragen zu F32.9

Was bedeutet F32.9?

F32.9 steht für eine depressive Episode, nicht näher bezeichnet. Der Kode wird verwendet, wenn eine depressive Episode vorliegt, ihr Schweregrad aber nicht angegeben ist.

Sollte man F32.9 oder einen genaueren Kode verwenden?

Ist bekannt, ob die Episode leicht, mittelgradig oder schwer ist, beschreibt F32.0, F32.1, F32.2 oder F32.3 den Befund genauer. F32.9 bleibt für Fälle, in denen diese Angabe fehlt.

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Die vorliegende Ausgabe beruht (1) auf der vollständigen amtlichen Fassung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, und (2) auf der australischen ICD-10-AM, First Edition.

Die englischsprachige Originalausgabe zu (1) wurde 1992 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht als International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Geneva, WHO, Vol. 1, 1992; die englischsprachige Originalausgabe zu (2) wurde 1998 vom australischen National Centre for Classification in Health veröffentlicht als Volume 1 of The International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision, Australian Modification (ICD-10-AM), First Edition.

© zu (1): Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1992

© zu (2): Commonwealth of Australia 1998

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist. Das Commonwealth of Australia hat die Übersetzungsrechte für eine deutschsprachige Ausgabe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergeben, das für die Übersetzung allein verantwortlich ist.

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Die Erstellung bzw. der Druck erfolgt unter Verwendung der maschinenlesbaren Fassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).